Die Alltagsmenschen von

Christel Lechner kommen nach Osterfeld ?!

Auf Initiative der Werbegemeinschaft Osterfeld e.V. wird derzeit geprüft, ob die Verwirkung einer solchen Kunstausstellung im Osterfelder Stadtgebiet möglich ist. Hier sind die baurechtlichen Vorraussetzungen zu prüfen und die Finanzierung ist zu sichern.
Zur einfachen Visualisierung dieser Idee wurde das Video erstellt. Alle Szenen sind Beispiele, die Anordnung der Figuren ist noch diskutabel und frei.
Die Erstellung des Video wurde durch das Städtebauförderprojekt "Soziale Stadt Osterfeld" gefördert. Vielen Dank.
Die WEGO würde sich freuen, wenn ein solches Projekt realisierbar ist. Dies ist nur mit vielen Gönnern und Unterstützern möglich.

Konzept zum Kunstprojekt

„Alltagsmenschen – temporäre öffentliche Ausstellung in Oberhausen-Osterfeld“

Werbegemeinschaft Osterfeld e.V., 2017, noch in Bearbeitung

  1. Die „Lechnerfiguren“

Frau Lechner arbeitet seit vielen Jahren mit dem Werkstoff Beton, und baut als diesem Werkstoff sehr interessante Figuren aller Art: „Sie treten allein, mit Hund oder in Gruppen auf, tragen Anzug, Kittelschürze oder manchmal auch nur ein Feinripp-Unterhemd. Ob unter der Dusche, im Badeanzug oder mit Lockenwicklern unter der Trockenhaube: Immer jedoch zaubern die „Alltagsmenschen“ von Christel Lechner ein Lächeln auf viele Gesichter.“

Das gelebte Leben ist es, das die Wittener Künstlerin Christel Lechner interessiert, und dabei sind es insbesondere die kleinen Momente des Alltags. Dafür nimmt sie ihre Mitmenschen mitunter genau in den Blick: „Manchmal sieht man besondere Typen und weiß sofort: Das ist authentisch!“ erklärt sie die Faszination ihrer Suche nach Augenblicken. Für solche Studien am Objekt hat sie in der Vergangenheit manches Mal auch Kritik ihrer heute längst erwachsenen Töchter einstecken müssen („Mama, starr doch die Leute nicht so an!“), und gelegentlich kam ihr auch der Zufall zur Hilfe: Etwa dann, wenn sie in einer Silvesternacht festlich gekleidete Menschen am Nachbartisch beobachten konnte. Mit Papierhütchen auf dem Kopf begrüßten sie fröhlich das neue Jahr – und Monate später war dank dieser unverhofften Inspiration die neunköpfige Gruppe „Der Ernst des Lebens“ vollendet. Die Künstlerin lässt ihre Skulpturen eine heitere Polonaise tanzen oder den freien Stuhl suchen bei der „Reise nach Jerusalem“, platziert sie wohlig genießend auf Luftmatratzen oder zufrieden lächelnd auf Parkbänken. Ihre „Alltagsmenschen“ haben schon die gesamte Republik bereist, das Märkische Viertel und den Potsdamer Platz in Berlin besucht, waren in den Niederlanden zu Gast und auf der Art Karlsruhe. In ihrer Heimatstadt Witten kennt sie ohnehin jedes Kind – „mittlerweile sind sie in die heiligen Museumshallen eingezogen, besetzen die Innenstädte, bewohnen Parkflächen und Bürgersteige, erklimmen Dächer“ betonte Wolfgang Zemter, ehemaliger Direktor des dortigen Märkischen Museums.

Über zwei Jahrzehnte hat Christel Lechner ihre Technik immer mehr verfeinert, hat ausprobiert, verworfen, neu gefunden, weiterentwickelt. Wirkten die ersten Skulpturen noch vergleichsweise statisch, so zeichnet die „Alltagsmenschen“ eine bemerkenswerte Lebendigkeit aus, die nicht nur Resultat äußerer Körperbewegung ist: „Die Haltung ist auch Ausdruck einer inneren Bewegtheit und Gemütsverfassung.“ Nicht nur ihre runden Formen, die bodenständig-stämmigen Figuren und besonderen Physiognomien machen die „Alltagsmenschen“ zu Sympathieträgern: Baumelnde Beine zeugen von Entspannung und Lebensfreude, das Zurücklehnen von Stolz und Zufriedenheit, das Lächeln von Präsenz im Hier und Jetzt. Eher selten streben sie nach idealer Schönheit und Glamour – mit Modelmaßen und faltenfreiem Teint glänzen die wenigsten. „Gesichter, die eine Geschichte erzählen, sind viel spannender“, betont die Künstlerin. Und so mag der Betrachter in ihnen Spuren der Vergangenheit ebenso finden wie eine Heiterkeit, die das Leben eher amüsiert betrachtet.

Das Team rund um Christel Lechner ist mit allen Arbeitsgängen vertraut, wenngleich jeder sein Spezialgebiet hat. Bei großen Aufträgen oder vielköpfigen Neuinszenierungen arbeitet die Künstlerin zuweilen mit einer überregionalen Crew. „An der Polonaise haben wir ein Jahr lang gearbeitet“, erinnert sie sich. Zahllose Skulpturen hat Christel Lechner seit den Anfängen wortwörtlich auf die Beine gestellt und sie mit ihrem Team zu ihren neuen Standorten etwa in Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich, Italien und in den Niederlanden begleitet: Transport und Aufstellung anderen zu überlassen, käme der Künstlerin nicht in den Sinn. Speziell entwickelte Transportvorrichtungen erleichtern die Handhabung der bis zu 120 Kilogramm schweren Skulpturen – doch wenn ein „Alltagsmensch“ etwa auf einem Dach Platz finden soll, kommt auch schon mal die örtliche Feuerwehr zur Hilfe.

Wohin sie auch reisen – die Skulpturen Christel Lechners begeistern ihr Publikum: Davon zeugen zahllose Zuschriften per E-Mail und per Post, die das Atelier im Grünen erreichen. Der positive Zuspruch ist es schließlich, der auch manche Kritik im Laufe der Jahre abfederte. „Meine Kunst ist weder politisch noch sozialkritisch – ich möchte die Menschen vielmehr mit meiner Arbeit berühren, sie dort abholen, wo sie stehen“, sagt sie. Christel Lechners „Alltagsmenschen“ möchten zu einem liebevollen Blick auf die Welt verführen. „Und wenn mir das gelingt, ist das wirklich beflügelnd.“ (zitiert von Sabine Burbaum-Machert, boesner Kunstportal)

Zu Frau Lechner und ihrem Team findet man ein sehr interessantes Video und weitere Fotos im Internet, beispielsweise unter:

https://www.boesner.com/kunstportal/kunst-und-kuenstler/hintergrund/christel-lechners-alltagsmenschen/

 

  1. Dauerausstellung in Oberhausen-Osterfeld

Seit dem Jahre 2004 stehen insgesamt 9 Figuren in der Osterfelder Innenstadt ausgestellt. Unter anderen findet man in Osterfeld eine Bergmannskapelle, die sehr gut zu der Geschichte des Stadtteils und seinem Stellenwert der Montanindustrie des Ruhrgebiets passt.

Die durch den Bergbau stark geprägte Region findet ihren Ursprung unweit von der Osterfelder Innenstadt bei der Antony-Hütte. Die St. Antony-Hütte in Oberhausen-Osterfeld ist die Geburtsstätte der Ruhrindustrie und Keimzelle des Weltkonzerns Gutehoffnungshütte: 1758 floss hier erstmals im Ruhrgebiet Roheisen.

Unsere Osterfelder Dauerausstellung erinnert an die Vergangenheit des Bergbaus und der kulturellen Vergangenheit der Region. Die Figuren beleben das Stadtbild und sind über die Grenzen Oberhausens bekannt. Bei der Anschaffung damals haben viele sich über die tolle Kooperation zwischen Wirtschaft, Tourismus und Kultur gefreut.

 

  1. Temporäre Ausstellung im Sommer 2019

Osterfeld ist also ein sehr geeigneter Ort um mit einer Kunstausstellung von Christel Lechner weiteren Flair in den Stadtteil zu ziehen und hier einen kulturellen Brückenschlag zwischen den vorhandenen Figuren und weiteren Figuren zu ziehen. Die Ausstellung soll insgesamt 50 verschiedene Figuren umfassen.

 

  • Standorte

Neben der Innenstadt von Osterfeld sind weitere interessente Aufstellorte im Stadtteil in Betracht gezogen worden, um die Alltagsmenschen im öffentlichen Raum auszustellen.

Themenbezogen können hier durch Frau Lechner gute Verbindungen zu diesen Orten hergestellt werden.

Hier bieten sich zum Beispiel der Revierpark Vonderort, die OLGA und anderen Straßenzüge im Stadtteil an. In Verbindung mit der Montanindustrie unserer Region sind die Siedlungen Eisenheim und Vondern als Standorte zu berücksichtigen. Wichtige Osterfelder Wahrzeichen wie z.B. die 1896 erbaute St. Pankratius-Kirche  oder auch die jetzige Sparkasse-Filiale (Bauwerk aus 1910) sollen als Aufstellorte in Betracht gezogen werden.

 

Folgende Ideen sind schon entwickelt worden:

  • Authentische Banker-Figuren, die ideal vor der örtlichen Filiale der Sparkasse und Volksbank aufgestellt werden sollen.

  • Sich in der Sonne frönende Frauen und Herren können gut am Teich vor der Burg Vondern liegen. Gleichzeitig kann eine Person im Schwimmring im Teich das „nasse Kühl“ genießen.

  • Zum gemeinsamen Tanz laden einige Damen auf dem Marktplatz oder Wappenplatz an der Gildenstraße ein.

  • Die Menschenpolonaise lädt zum Mitmachen ein, jeder kann Teil der Gruppe sein und mitmachen.

  • Die Geschichte des Bergbaus soll in der Ausstellung auf jeden Fall noch weiter ausgeprägt werden, hierzu sollen weitere passende Figuren ausgestellt werden.

  • Weitere Idee werde durch Workshops mit Beteiligung der Bewohner und Akteure entwickelt.

 

Die Standort-Festlegung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Team von Frau Lechner erfolgen. Wichtig ist, dass alle Figuren dauerhaft zugänglich sind. Keine Figur darf auf Privatgrundstücken oder hinter Zäunen stehen. Alle Figuren sollen möglichst im öffentlichen Raum ausgestellt werden. Dies macht die Einzigartigkeit dieser erlebbaren und greifbaren Kunst aus.

 

  • Zeitraum

In Absprache mit Frau Lechner und auch den örtlichen Behörden soll die Ausstellung der Figuren in den Sommermonaten durchgeführt werden. Hierfür sprechen insbesondere die Wetterlage und die geologische Bedingungen (Sonnenscheindauer pro Tag, usw.)

 

  • Führungen

Die Figuren sollten so verteilt werden, dass diese bequem durch einen Spaziergang besucht werden können. Ebenso werden während der Ausstelldauer Führungen angeboten, z.B. per Segway, Fahrrad oder auch zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten (Fackelführung).

 

Insbesondere ist geplant:

  • Erstellung von „Osterfelder Spaziergängen“, die die Ausstellungsorte verbinden. Diese Spaziergänge können durch Besucher und Gäste alleinverantwortlich genutzt werden.

  • Darbietung von Führungen, hierzu soll der örtliche Wanderverein einbezogen werden. Ebenso prüft die Tourismusabteilung der Stadt Oberhausen hier Führungen anzubieten.

  • Durch Dienstleister oder Vereine sollen auch besondere Führungen angeboten werden.

    • Führung per Fahrrad (Radfahrerverein)

    • Führung per Segway

    • Fackelführung am Abend

    • Führung mit historischen Hintergrund

    • Führung mit Schwerpunkt Kunst

    • Sonnenaufgangsführung

    • Zielgruppenorientierte Führungen für Kinder, Kindergärten, Schulen, Familien und Senioren

 

  • Werbung / Promotion

Über die Ausstellung sollen eine anspreche Informationsbroschüre und Flyer erstellt werden, die die Ausstellung auch überregional bekannt macht und bewirbt. Diese Informationsbroschüre soll auch die diversen Möglichkeiten an geführten Besichtigungen für die Ausstellung beinhalten. Ebenso sollen die Spaziergänge mit den Namen der Figuren und Hintergründen zu den Figuren authentisch erklärt werden.

Großflächige Plakate sollen auf außerhalb des Ausstellungsgebiet auf die Ausstellung der Alltagsmenschen hinweisen und Interesse erzeugen.

 

Ebenso sollen Hinweistafeln im Ausstellungsgebiet die Ausstellung bewerben und die Spaziergänge erklären.

 

Es wird geprüft ob mit anderen Anbietern wir z.B. der „Ruhr Top Card“ (Ruhr Tourismus GmbH) oder de „Extraschicht“ (Metropole Ruhr) Kooperationen eingegangen werden, um hier einen Synergieeffekt zu erzeugen.

 

Über eine gute Homepage und die professionelle Vernetzung mit sozialen Netzwerken und anderen Internetportalen wird die Ausstellung auch multimedial angeworben und bekannt gemacht. Hier wird ein digitaler Rundgang mit 360 Grad Ansichten ein besonders Highlight bieten.

 

Eine Handy bzw. Tablet App wird ebenso als Hilfestellung zur Verfügung stehen, um die Figuren zu besichtigen und Hintergründe zu den Figuren zu erfahren.

 

  • Reichweite / Wirkung

Schon jetzt hat die Vorankündigung dieser geplanten Aktion eine große Wirkung innerhalb der Osterfelder Bevölkerung erzeugt. Ein großer Presseartikel in der Tageszeitung hat viele positive Kommentare erhalten. Da durch die bereits vorhandenen Figuren das Thema für viele greifbar ist, ist der Wunsch nach weiteren Figuren groß. Viele Osterfelder identifizieren sich mit den Figuren. Das Stadtbild wird durch die Alltagsmenschen geprägt und einmalig. Ebenso hat eine Umfrage im sozialen Medium Facebook eine große Reichweite und viele positive Anmerkungen erwirkt. Die Osterfelder Akteure (Kaufleute, Politiker, Verwaltung) sind alle einstimmig von der Aktion überzeugt, tatkräftige Unterstützung wurde von allen Seiten zugesichert.

 

Durch die großflächige regionale Werbung soll mit der Ausstellung „Alltagsmenschen“ im Sommer 2019 ein kulturelles Highlight in Oberhausen und der Ruhr Region geschaffen werden. Diese Ausstellung wird Menschen von Nah und Fern heranziehen. Es werden Tagesausflügler erwartet.

 

Im Zuge der Montanindustrie ist das Ruhrgebiet zum größten Ballungsgebiet Europas geworden. Doch die Kohlekrise ab 1958 läutet das Ende dieser bedeutenden Ära ein. Durch einen Strukturwandel muss sich der „Kohlenpott“ wirtschaftlich neu ausrichten. Die Möglichkeiten der Produktion gehen zurück. Der Fokus wird mehr auf Bildung und den Dienstleistungssektor gelegt. Vernachlässigte Bereiche wie Kunst und Kultur, Forschung und Bildung sowie das Bewusstsein für Natur und Lebensqualität erlangen neue Bedeutung.

 

Das Image des Ruhrgebiets ist immer noch sehr behaftet mit seiner Vergangenheit. Eine solche Kulturausstellung soll dazu beitragen hier die aktuelle Situation des Ruhrgebiets darzustellen und Vorurteile aus dem Weg zu räumen.

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